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Freitag 12.05.2006


Greve - Bibbiena - Pieve Santo Stefano
Nach einem ausgiebigen Frühstück satteln wir die Kühe und verlassen Greve.
Mein Navi lebt wieder, das von innen beschlagene Display leuchtet bei Sonnen- einstrahlung herrlich in allen Regenbogenfarben. Nett, aber es verbessert nicht unbedingt der Ablesbarkeit.
Heute lacht uns die Sonne wieder. An die wunderbare Straßenführung haben wir uns mittlerweile gewöhnt.
Wir wollen noch einen kleinen Abstecher nach Osten machen und dann Richtung Norden zum Monte Grappa hinauf fahren.

Hotel in Greve

Nach den ersten Kurven sind wir voll in unserem Element. Als wir nach Norden abbiegen wollen, ist die von uns gewählte Straße wegen Bau- arbeiten gesperrt. Gut, dann eben auf einer, auf der Karte reizvoll aussehenden Straße weiter ostwärts. Der Zufall hat uns da etwas Schönes beschert. Bei der Vielzahl von Traumstraßen gehen mir langsam die Superlative aus, aber bei diesen 30 km verschlägt es uns fast den Atem . Wie maßgeschneidert für uns und die Kühe. Wir surfen auf der Drehmomentwelle über eine endlos erscheinende Anzahl sich aneinander reihender Kurven. Keine Ecken, keine Kanten. Rund in rund.

Stia

Der nicht vorhandene Verkehr macht das ganze noch viel angenehmer und entspannter. Im 3. Gang bei 3000-4000 Umdrehungen schnurren die Boxer, nur mit dem Gasgriff gefahren, durch dieses Kurvendorado. Harmonie in höchster Voll- endung, wie gute Musik. In dieser Art und Weise könnten wir stundenlang weiterfahren.
Auf der Anhöhe des Valico dello Spino machen wir einen kleinen Halt. Wären uns die Ohren nicht im Weg, würden wir vor Freude rundum grinsen. Wir fühlen uns wie kleine Kinder direkt nach der Weihnachtsbescherung. Da wir uns diesem Rausch kaum entziehen können, gibt es vom heutigen Tag nur wenige Bilder.
Leider drängt uns die Zeit zur Weiterfahrt. Nach diesem absoluten Hochgenuss fallen die restlichen Kilometer nach Santo Stefano etwas ab.

Bibiena - Pieve Santo Stefano

Es ist bereits wieder früher Nachmittag und wir sind von unserem Tagesziel noch 350 km entfernt.


Pieve Santo Stefano - Padova - Borso
Alles im Leben hat seinen Preis. Dieser Kurvenzauber hat uns in Zeitnot gebracht. Aber für dieses Erlebnis nehmen wir 250 km stupide Autobahnfahrerei gerne in Kauf.
Zuerst geht es auf der Landstraße Richtung Rimini. Dann auf die Strada und über Bologna nach Padua.
Ein Tankstopp mit Eiskühlung für die Fahrer macht diese öde Kilometerfresserei erträglich.
Von der Autobahn herunter, stochern wir wieder durch unzählige Ort- schaften und über kurze Stückchen Landstraße unserem Ziel entgegen.

Bibiena - Pieve Santo Stefano

Wir haben uns mittlerweile einen „italienischen“ Fahrstil angewöhnt und kommen deshalb auch ganz flott durch den Feierabendverkehr.
Auf dem Heimweg müssen wir aber in Österreich den Schalter wieder umlegen, denn sonst wäre der Führerschein sehr schnell weg.
Wir kommen so um 19:15 Uhr in Borso an.
Die erste Anfrage nach einem Zimmer in der Locanda wird abschlägig beschieden Occupato!. Im 40 km entfernten Asiago ist Alpini-Treffen mit mehreren Tausend Teilnehmern und ein Bus voll davon ist hier einquartiert.

Locanda Montegrappa

Aber als Silvia, die Chefin, ankommt und ihre „Motoristi“ erkennt, findet sich doch noch ein Zimmer für uns. Wir haben uns dort schon als Nimmersatt (zweimal die Karte rauf und runter) einen gewissen Namen gemacht.
Das Abendessen ist wie immer vorzüglich! Wir beschränken uns aber heute auf nur einen einzigen, aber vollständigen Durchlauf des Angebots.
Zu später Stunde treffen noch andere Moped- fahrer aus dem Stuttgarter Raum ein. Im Plausch mit ihnen vergeht die Zeit wie im Flug und es ist schon 2:00 Uhr, als wir uns auf den Weg zu unserem Nachtlager machen.

Vorspeisen
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